meditec® Prozessmodul: Eines für alles

Veröffentlicht am Nov 2, 2020
in Kategorie
Share

Medizintechnische Geräte werden immer smarter, vernetzter, kleiner und die Herstellung komplexer. Gefragt sind moderne Konzepte, flexibel und I4.0-fähig. Das neue meditec® Prozessmodul von PIA wurde speziell für die Montage solcher Produkte konzipiert.

Die meditec® Plattform beinhaltet Komponenten, die speziell für den Einsatz zur Fertigung medizintechnischer Produkte entwickelt wurden und die international relevanten Richtlinien erfüllen. Alle Zellen lassen sich durch ihren Modulcharakter erweitern oder zu Linien verbinden. Neben verschiedenen Rasterabstufungen umfasst das Portfolio Handarbeitsplätze, semiautomatische und vollautomatische Zellen. Zusätzlich wurde ein Pick-and-Place-Handling konzipiert, mit dem direkte Bewegungen oberhalb des Bauteils weitgehend ausgeschlossen werden, um das Produkt gegen Partikel und Verschmutzung zu schützen. Das Zellendesign wurde so gewählt, dass Schmutzkanten und Totraum vermieden werden und alles leicht zu reinigen ist. Die Produkte der meditec®-Plattform erreichen Reinraumklasse 7.

Als Transportsystem wird ein SuperTrak von B&R eingesetzt. Basierend auf Langstator-Linearmotortechnologie kann es mit einer beliebigen Anzahl von Shuttles, die mit Permanentmagneten ausgerüstet sind, betrieben werden. Start- und Endposition einer Bewegung, Transportgeschwindigkeit und Beschleunigungsrampen lassen sich per Software konfigurieren. Die Maschine wird mit der intuitiven HMI/SCADA-Oberfläche bedient, die auf der Programmierumgebung Zenon von Copa-Data basiert. Alle Teile sind I4.0-ready und bieten entsprechende Schnittstellen. Sensoren und Aktoren, die über IO-Link kommunizieren, liefern mit Steuerung und SuperTrak eine Fülle an Daten, die mit den Apps aus der PIA App Suite ausgewertet werden können. Für den Datenaustausch setzt PIA auf OPC UA, der sich als offener Standard für I4.0 etabliert hat. Dies ermöglicht die Anbindung an kundenseitige Datenerfassungssysteme (BDE, MES).

Christopher Weiss (PIA Amberg)

"Ein Einsatz für den ‚Proof of Principle‘ ist ebenfalls möglich."

Geeignet ist das meditec®-Modul sowohl für die Mikromontage von Kleinstteilen als auch für größere Komponenten bis zu zehn Kilogramm, die die Shuttles maximal befördern können. Daraus ergibt sich ein breites Produktspektrum, das sich produzieren lässt: Inhalations- und Diagnostiksysteme, Autoinjektoren, Insulinpens, Infusions-Sets oder Patch-Pumpen, etc. „Die Module können von Low-Volume- zu High-Volume-Anlagen ausgebaut werden. Auch ein Einsatz für den ‚Proof of Principle‘ im Medizinbereich ist möglich. So lassen sich kritische und anspruchsvolle Prozesse abbilden, um erste Muster für die Verifizierung herzustellen. Anschließend können diese abgesicherten Prozesse eins zu eins in die Kundenanlage übernommen werden“, berichtet Christopher Weiss, Team Coordinator Sales, Medical Division.