Montage- und Verpackungslinie für Nassrasierköpfe

PIA-Fakten-Check

  • Hochpräzise Montage filigraner Schneideinheiten für die Nassrasur
  • Patentierte Multi-Blade-Technologie für stabile Prozesse im Dauerbetrieb
  • Zwei High-Speed-Transportsysteme für maximalen Produktionsdurchsatz

High-Volume-Produktion unter anspruchsvollen Produktionsbedingungen

Stabilität im Hochleistungsprozess

Für eine gründliche und sichere Nassrasur ist die Qualität jedes einzelnen Rasierkopfs entscheidend. Insbesondere die Verarbeitung extrem dünner, gehärteter und geschärfter Klingen stellt höchste Anforderungen an ein vollautomatisiertes Montagehandling sowie Prozesssicherheit und Wiederholgenauigkeit.

Um diesen anspruchsvollen Produktspezifika gerecht zu werden, hat PIA Automation gemeinsam mit einem langjährigen Kunden eine weitere Montagelinie für Ersatzrasierköpfe entwickelt und zahlreiche Herausforderungen im Projektverlauf gemeistert.

Einsatz der patentierten PIA Multi-Blade-Technologie

Ein zentrales Element der Anlage bilden die praxisbewährten Multi-Blade-Stationen von PIA. Das Vereinzeln und Montieren der Rasierklingen zählt zu den anspruchsvollsten Prozessschritten in der automatisierten Rasierkopfmontage und erfordert ein besonders hohes Maß an Prozessbeherrschung, insbesondere bei hoher Ausbringungsleistung.

„Unsere Multi-Blade-Stationen sind speziell für High-Speed-Anwendungen dieser Art ausgelegt“, erklärt Tim Schuller als zuständiger Produktmanager bei PIA. „Im Zuge des Kundenauftrags haben wir diese Technologie sowohl beim Vereinzeln der Klingen aus dem Magazin als auch beim Montieren in den Trägerrahmen umfassend weiterentwickelt. Das Ergebnis ist eine hochstabile und verschleißarme Klingenmontage im zuverlässigen Dauerbetrieb, vor allem bei maximalen Durchsatzanforderungen.“

Anlagenarchitektur mit mit paralleler Förderstruktur

Auf einer Fläche von rund 35 × 12 Metern verbindet die Anlage mehrere Montageeinheiten, darunter sechs Multi-Blade-Stationen, über parallel arbeitende ebenfalls eigens entwickelte High-Speed-Transportsysteme. Jedes Modul verfügt darüber hinaus über eine vollautomatisierte Ein- und Ausschleusfunktion für die jeweils benötigten Bauteile.

Dadurch wird nicht nur ein kontinuierlicher Materialfluss sichergestellt, sondern auch die gezielte Entkopplung einzelner Prozessschritte ermöglicht. „Montagezyklen mit geringerer Taktleistung können somit innerhalb desselben Linienstrangs mehrfach ausgeführt werden, ohne die Gesamtausbringung der Anlage reduzieren zu müssen. Die Werkstückträger werden dabei gezielt auf mehrere taktzeitrelevante Stationen aufgeteilt, sodass überflüssige Stillstandszeiten vermieden werden“, erläutert Schuller.

Ein weiterer Vorteil dieser Anlagenarchitektur liegt in der hohen Verfügbarkeit im laufenden Betrieb. Demnach können die einzelnen Module für Wartungs- oder Servicearbeiten gezielt abgeschaltet werden, ohne den Betrieb der Gesamtanlage unterbrechen zu müssen. In der Folge bleibt die Linie mit reduzierter Ausbringung durchgängig produktiv und reduziert wartungsbedingte Produktionsverluste.

Die finalen Montage- und Prüfprozesse erfolgen auf einem Beckhoff-XTS-Linearsystem, das synchrone Prozessabläufe sowie dynamische Mess- und Prüfabläufe unterstützt. Das Transportkonzept integriert die End-of-Line-Prüfung (EOL) jedes produzierten Rasierkopfs, für die eine speziell entwickelte Kombination aus 2D-Kameras und 3D-Laserlinienscannern zum Einsatz kommt. Neben klassischen Bildverarbeitungsaufgaben wird dabei auch der Blade-Extrusionwinkel vermessen, der ein wesentliches Qualitätsmerkmal für ein optimales Rasurergebnis beim Endkunden darstellt.

Im Anschluss an die EOL-Tests übernimmt die Anlage die vollautomatisierte Verpackung der Schneideinheiten. Je nach Produktvariante werden die Rasierköpfe entweder einzeln mit Schutzkappe versehen oder mehrfach in einen Nachfülldispenser verpackt. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Marktanforderungen innerhalb derselben Linie realisieren, ohne zusätzliche Umrüstzeiten zu verursachen.

Projektabwicklung in bewährter Partnerschaft

Mit der neuen Anlage setzt PIA Automation erneut branchenspezifische Maßstäbe in der Hochvolumen-Montage filigraner Rasierkomponenten. Die gemeinsame Erfahrung aus vorangegangenen Projekten mit dem langjährigen Kunden bildete dabei eine wertvolle Grundlage für die konstruktive Weiterentwicklung einzelner Prozessschritte, um die hohen Zielvorgaben in Bezug auf Leistung, Präzision sowie Prozess- und Anwendungssicherheit in vollem Umfang zu erfüllen

„Das Projekt zeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit und ein gemeinsames Prozessverständnis sind“, betont Schuller. „Auf dieser Basis konnten wir mit dem Kunden eine Lösung realisieren, die durch ein flexibles Anlagenkonzept und den Einsatz unserer Multi-Blade-Stationen sowohl technisch als auch wirtschaftlich überzeugt.“

 

Fragen?

Nehmen Sie Kontakt auf

Ihren Ansprechpartner für die automatisierte Produktion von Produkten aus dem Bereich Commercial erreichen Sie hier auf kürzestem Weg:

Jetzt das PIA Commercial Team kontaktieren