Mit PIA zurück an die Spitze der Weltrangliste

Veröffentlicht am Jul 10, 2018
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PIA Automation Austria ist das globale Powertrain-Kompetenzzentrum der PIA Gruppe. Daher wurde hier die Idee geboren, studentische Projekte im Themenfeld Antriebsstrang zu unterstützen. Fündig wurde man im April 2018 an der FH Joanneum beim Team „joanneum racing graz“, einer engagierten Gruppe von Studenten verschiedener Studiengänge wie zB. Fahrzeugtechnik, Industrial Design, Management internationaler Geschäftsprozesse, Journalismus und PR. Jahr für Jahr entsteht hier ein neuer Rennbolide, der bei der „Formula Student“ zum Einsatz kommt. Ab heuer mit Unterstützung von PIA!

Diese Unterstützung beschränkt sich aber nicht nur auf das Finanzielle. PIA steuert auch Know-how und Spezialteile für den Rennboliden bei. Herbert Großschedl, Leiter der Fertigung bei PIA Austria, und Sebastian Hadler, Financial Sponsoring Leader des Rennteams, erzählen am 6.7. beim PIA Mitarbeiter Sommerfest – bei dem der Rennbolide ausgestellt war – über die bisherige Zusammenarbeit.

Herbert Großschedl, Leiter der Fertigung bei PIA Austria:

Warum hast du dich entschlossen, das Racing Team zu unterstützen?

„Für mich als Motorsportbegeisterten war sofort klar, dass wir mit der Fertigung von Spezialteilen dabei sein müssen. Der Aspekt, Teile für den Motorsport zu produzieren, um zu schauen, wie fit das Fertigungsteam wirklich ist, stellte außerdem eine gute Möglichkeit dar, uns selbst zu überprüfen. Und das Ergebnis, also Liefertreue und Qualität, konnte sich sehen lassen!“.

Wer aus deinem Team hat beim Projekt mitgemacht?

„Die Komplexität der meisten Teile setzte den Einsatz von 5-Achsen Maschinen voraus. Daher wurden Großteile von Danilo Firbas und Martin Schauer gefertigt. Laura Leperneg, ein Lehrling, hat eine Vorrichtung gefräst. Und die Drehteile wurden von Christian Bauer, Christian Wurm, Dominik Fuchs und unseren Lehrling Thomas Müller gefertigt. Nochmals Dank ans Team, für euren Einsatz“.

Gab es bei der Fertigung irgendwelche Herausforderungen?

„Eine Herausforderung war sicher die Getriebeadapterplatte aus Hardox 450, ein sehr zähes und hartes Material. Aber mit unserer Erfahrung mit gehärteten Materialien war das schlussendlich kein Problem. Eine weitere Challenge war das Fräsen der Monokonsolen aus Aluminium. Wir kamen Programmiertechnisch recht schnell an die Grenzen unseres CAM Systems. Aber Danilo, der einige Semester Informatik studiert hatte, konnte aus der Software das Maximum herausholen und wir konnten zeitgerecht liefern“.

PIA unterstützt über die PIA Foundation junge Talente: Eine gute Idee?

„Ja! Junge Menschen bekommen dadurch die Möglichkeit, Fähigkeiten kennenzulernen, von denen sie nicht einmal geahnt haben, dass diese in ihnen schlummern. Durch die PIA Foundation kann mit einer Motivation an eine Sache herangegangen und Interessen verfolgt werden, die ohne Sponsoring in diesem Umfang kaum oder nicht möglich gewesen wäre“.

 

Sebastian Hadler, Student der FH Joanneum Graz (Fahrzeugtechnik) und Financial Sponsoring Leader des Rennteams joanneum racing graz:

Wie habt ihr die Zusammenarbeit mit PIA Austria empfunden?

„PIA hat einen besonderen Stellenwert bei uns im Team. Wenige Wochen vor dem Rollout sind uns leider einige Fertiger abgesprungen. Zu diesem Zeitpunkt war die Vorstellung, einen fertigen Boliden zeitgerecht fürs Rollout zu haben, nur noch eine Illusion. Jedoch blieb uns, dank der Unterstützung eures Unternehmens, eine Blamage erspart. Die benötigten Teile wurden innerhalb kürzester Zeit mit einer unbeschreibbar hervorragenden Qualität geliefert. Doch es ist nicht nur die Professionalität und Fertigungsqualität allein, die PIA auszeichnet – das freundliche Klima, die herzlichen Begrüßungen und die begeisterten Erzählungen einer eurer Fertiger vom Turbo-Umbau seines BMW lassen uns immer wieder gerne zu euch kommen“.

PIA Automation unterstützt zwei Formula Student Teams: die Running Snails der OTH Amberg-Weiden und euch. Wie findet ihr das?

 „Solange wir eure Lieblinge sind, ist alles gut.“ (lacht)

Jetzt wird es ja bald ernst: Welches Ziel habt ihr euch für diese Saison gesetzt?

„Schaut man sich die Erfolge der letzten Jahre an, so sieht man, dass wir bis 2016 zu den Top 5 Teams zählten. Aufgrund einer Konzeptänderung, konnten wir mit dem Motor des jr17 nicht an die Erfolge der Vorjahre anschließen. Dafür kam das neue Fahrzeugdesign bei den Juroren bestens an. Doch schön sein alleine reicht uns nicht. Als Österreichisches Team wollen wir das Beste aus zwei Welten verbinden: Die Schönheit des doch brachialen Designs und natürlich die notwendige Ingenieurskunst bis ins letzte Detail. Unser aktueller Bolide – der jr18 – kombiniert nun all das. Das Saisonziel ist also, wieder in die Top 5 zu gelangen. Und langfristig wollen wir natürlich die Speerspitze der Weltrangliste bilden“.