Lanzettentrommel-Montage mit PIA meditec®

Veröffentlicht am May 7, 2019
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Mit dem Längstransfersystem meditec® bietet PIA eine Anlage für verschiedene Montageaufgaben im Healthcare-Bereich an.

Höchste Ansprüche an Patientensicherheit und Qualität erfordert die kompromisslose Bereitschaft zur Höchstleistung. Hier hat PIA Automation bewiesen, dass PIA Produktionsverfahren auf der höchsten Sicherheitsstufe liefern kann. Neben herkömmlichen kundenspezifischen Lösungen bietet PIA mit meditec® eine innovative Baureihe für Medizinanlagen an. Diese erfüllen hohe Hygieneanforderungen und sind die erste vom Fraunhofer-Institut auf Reinraumtauglichkeit getesteten und zertifizierten Montageanlagen für die Medizintechnik. meditec® vereint anspruchsvolle Montageaufgaben mit kompaktem, reinraumtauglichem Design und höchsten Anforderungen an die Dokumentation. Die Montagesysteme weisen einen hohen Standardisierungsgrad auf und ermöglichen kurze „Time-to-Market“-Zyklen.

Vorteile bietet das Längstransfersystem vor allem bei hoher Fertigungstiefe: So ermöglicht die Anlage die Montage komplexer Baugruppen mit variablen Bearbeitungszeiten von bis zu 200 Takten/min. Klassisches Beispiel ist die Montage von Lanzettentrommeln für Stechhilfen für die Blutzuckermessung: Das System bestückt ≤ 1.152 Lanzetten/min. und montiert an 19 Stationen in einem Reinraum der ISO-Klasse 8.

Wie funktioniert der Prozess einer Lanzettentrommel-Montage?

  • Die Fertigung der mit sechs Lanzetten bestückten Trommeln beginnt mit der mechanischen Zuführung der Trommelkörper in die Nester der Werkstückträger. Die Zuführung der Trommelhülsen erfolgt danach. Beides erfolgt im Beisein von Anwesenheits- und Höhenkontrollen.
  • Im weiteren Verlauf erfolgt die Zuführung der Lanzetten, deren Vereinzelung sowie die Bestückung der Trommelgehäuse mit den Lanzetten. Mittels optischer Kontrolle wird überprüft, ob die Magazine vollständig gefüllt und mit korrekt gelagerten Trommelhülsen bestückt sind.
  • Anschließend werden die Teile um 180° gewendet. Dies ist erforderlich, um den Sterilschutz mittels einer Kamera einer präzisen optischen Kontrolle auf Durchstiche zu unterziehen. Dabei erlaubt eine speziell entwickelte Ausleuchtung, Fehlteile sicher zu identifizieren.
  • Als nächstes wird die Bauteilkennzeichnung der Gutteile vorgenommen.
  • Obwohl im Bereich der Medizintechnik bereits ein sehr hoher Qualitätsstandard vorherrscht, bietet PIA mittels Freistationen generell die Möglichkeit einer Qualitätsprüfung im Zwischenschritt.
  • Eine Leerkontrolle an der letzten Station prüft, ob die Entnahme der Teile korrekt erfolgt und der Werkstückträger somit komplett entleert ist.